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Was ist Gestalttherapie?

Um Belastendes aus der Vergangenheit loslassen zu können und zu überwinden und um sich neuen Erfahrungen zu öffnen, ist es notwendig, „unerledigte Geschäfte“ (Fritz PERLS) aufzuarbeiten, „offene Gestalten“ zu schließen. Probleme und Aufgaben, die in der Vergangenheit nicht gelöst wurden, binden einen Teil unserer Lebensenergien, der uns dann zur kreativen Weiterentwicklung unserer Persönlichkeit fehlt. So können wir unsere Fähigkeiten und Potenziale nicht voll ausschöpfen.

In der Gestalttherapie geht es jedoch nicht nur um Vergangenes, sondern vor allem um das Hier und Jetzt: Das Aktuelle steht im Vordergrund. Ein guter Kontakt zu sich selbst und zu anderen ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, alte Verhaltensmuster zu überwinden und neue Schritte auszuprobieren. Die Gestalttherapie hilft dabei, eigene Bedürfnisse, Gefühle und Sehnsüchte wahrzunehmen, ernst zu nehmen und im Austausch mit der Mitwelt zur Geltung zu bringen. Deshalb geht es in der Gestalttherapie besonders um den Kontakt – zu sich selbst und zu den anderen.

In der Gestalttherapie wird ganzheitlich gearbeitet: Fühlen, Denken und Handeln sind aufeinander bezogene Aspekte von Körper, Geist und Seele. Daher werden gleichermaßen der Körper, die Gefühle und das analytische Denken als Ressourcen zur Veränderung genutzt. Ganzheit erreichen wir, indem wir Abgespaltenes wieder integrieren, weniger durch Analyse als durch die Unterstützung der menschlichen Fähigkeit zur Selbstregulierung.

Die Gestalttherapie wurde Mitte des 20. Jahrhunderts von dem deutschstämmigen Psychiater Fritz PERLS und seiner Frau Laura begründet und zusammen mit dem Soziologen Paul GOODMAN in den USA entwickelt - aus den geistigen Grundlagen der Tiefenpsychologie, der Gestalttheorie, der dialogischen und der Existenzphilosophie.

Wir nutzen in unserer Beratungs-, Coaching- und therapeutischen Arbeit unter anderem folgende gestalttherapeutischen Methoden:

  • Training zur Selbstwahrnehmung (awareness)
  • Rollenspiel
  • Dialog mit dem leeren Stuhl (Perspektivwechsel)
  • Arbeit mit inneren Anteilen (Pole, Ambivalenzen, „inneres Team")
  • Traumarbeit
  • Gestalt-Übungen

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